Was ich hundert Mal – oder öfter – gehört habe: „Schlag bloß keine Wellen, find Dich damit ab, wie die Dinge sind, Du kannst Menschen und das System nicht ändern.“
Und ja, irgendwo stimmt das. Wir können tatsächlich niemanden ändern. Außer unseren Hund vielleicht, daß er stubenrein wird.
Das System zu ändern, auf die Idee kommt man wohl auch nur, nachdem man narrische Schwammerln geraucht hat oder wenn man Münchhausen im Vornamen heißt.
Aber wie siehts aus mit keine Wellen schlagen und sich mit dem Status quo abfinden?
Ist es wirklich eine so super Idee, dem zu folgen, was alle machen?>>
Wenn Du diese Zeilen liest, gehörst Du höchstwahrscheinlich zu den Leuten, für die wir all dies hier machen. 113 Hefte in Druck, in Läden und gespielt auf 4 Kontinenten, überall wo’s Fagottisten und Fagottinoisten gibt. Seit 10 Jahren legen wir uns mächtig ins Zeug, die planetenweit besten Fagotthefte und die galaktisch schönstmöglichen Musik-Lehrmaterialien für Dich herauszubringen.
Menschen mit starkem Selbstwert gehen mutig hinaus in die Welt, sind bereit, sich auch mal zum Deppen zu machen und leben das Leben in all seiner Blumenhaftigkeit (zwischen den Disteln).
Lernen ist etwas fundamental anderes als sich Bildung aneignen.
Niemand ist in allem gut, keine Sau! Selbst wenn wir Top-Experten sind oder hundert Jahre Erfahrung in etwas haben
Hier kommt die nackte Wahrheit: Wir ALLE verschieben Dinge auf später. Manche auf später am Tag, andere auf Nimma-Wiedersehen.
Hier ist das große Paradox: Wir streben nach Perfektion – man erreicht sie aber nur durch Fehler. Manchmal vermeiden wir tunlichst das, was uns in die Nähe dessen bringt, was wir am meisten möchten.
Wir Menschen sind eigenartige Tierchen. All diese widersprüchlichen Tendenzen leben in uns, ziehen uns mal da und mal dorthin. Manchmal so stark, daß wir gar nicht mehr wissen wohin.
Ich glaube, jedem von uns gefällt der Gedanke, daß andere eine hohe Meinung von uns haben. Wir stellen uns das gerne vor, daß wir von jedermann bewundert und geschätzt werden. Daß andere sehen und erkennen, welch großartige und beispiellose Person wir doch sind.


