Niemand ist in allem gut, keine Sau! Selbst wenn wir Top-Experten sind oder hundert Jahre Erfahrung in etwas haben
– wir alle haben Momente, in denen wir nicht weiterwissen und ratlos sind, selbst auf unserem Fachgebiet.
Wie gehen wir damit um, nie alles zu können, nie alles zu wissen, nie in allem 100% sattelfest zu sein?
Ich habe drei Strategien beobachtet, wie wir mit unseren Schwächen umgehen.
1.) Wir tun als hätten wir keine Schwächen.
Das sieht man recht oft. Menschen, die diese Strategie wählen, zeigen der Welt ein Bild der Perfektion.
Sie tun, als wären sie absolut falten- und vollkommen fehlerfrei.>>
Hier kommt die nackte Wahrheit: Wir ALLE verschieben Dinge auf später. Manche auf später am Tag, andere auf Nimma-Wiedersehen.
Hier ist das große Paradox: Wir streben nach Perfektion – man erreicht sie aber nur durch Fehler. Manchmal vermeiden wir tunlichst das, was uns in die Nähe dessen bringt, was wir am meisten möchten.
Wir Menschen sind eigenartige Tierchen. All diese widersprüchlichen Tendenzen leben in uns, ziehen uns mal da und mal dorthin. Manchmal so stark, daß wir gar nicht mehr wissen wohin.
Ich glaube, jedem von uns gefällt der Gedanke, daß andere eine hohe Meinung von uns haben. Wir stellen uns das gerne vor, daß wir von jedermann bewundert und geschätzt werden. Daß andere sehen und erkennen, welch großartige und beispiellose Person wir doch sind.
In unserer streßgeplagten Welt gibt es zwei „Hacks“, die uns Lifestyle Gurus an jeder Straßenecke vom Dach pfeiffen. Der erste ist Meditation, der zweite ist Ziele setzen.
Weihnachten empfinde ich als eine Art Lupe für soziale Angelegenheiten. Die Zeit der Feierlichkeiten gibt uns jedes Jahr wieder die Möglichkeit – in voller Lebensgröße und schillernden Farben – die reale Beschaffenheit unserer Beziehungen zu betrachten.
Wir Menschen fühlen uns lebendig, wenn wir auf der Suche sind. Wir hören interessiert zu, wenn uns etwas schon länger beschäftigt und wir andere darüber reden hören.
Manchmal sind es nicht die schönen Sachen, die uns berühren.

