… manchmal aber noch besser!
Komischerweise hören wir Menschen es gern, wenn uns wer sagt, was wir glauben sollen.
Selbst so rebellische Vögel wie ich kippen gern in eine gute Story.
Menschen lernen am besten, wenn sie Geschichten hören.
Wir merken uns Fakten und Zahlen verhältnismäßig schlecht.
Stories dafür umso besser!
Kultur ist das Resultat gemeinsamer Stories.
Eine ähnliche Weltsicht vereint Menschen.
Ein gemeinsames Dafürhalten, wie die Dinge eben sind, ist der Kern jeder Gesellschaft.
Früher glaubten wir den Epen, die uns die Welt erklärten.
Wir glaubten den Barden und fahrenden Balladensängern.
Wir vertrauten dem, was Autoritäten uns erzählten.
Ebenso was in Büchern und Wissenschaft vermittelt wurde, was Gelehrte uns sagten.
Wir glaubten dem, was wir in der Schule lernten,
was im Fernsehen gesagt wurde,
was die Zeitung berichtete und
was in Magazinen ausgeführt wurde.
Heute glauben wir der KI.
Und dabei gibts absolut kein Problem – bis zu jenem Tag, an dem das, was wir glauben, sich mit der Wirklichkeit spießt.
Denn gibt es eine Kollision zwischen
– dem was wir glauben und
– dem, was wirklich da ist,
gewinnt immer – jedes Mal! – die Wirklichkeit.
Und nie das, was wir glauben. Egal wie sehr wirs glauben.
Der Himmel ist blau, nicht grün – auch wenn wir noch so sehr meinen, er wäre grün.
Die Realität hat Recht.
Ganz egal, was KI uns auch erzählen mag.
In alten Zeiten wurden die Leute, die ihren eigenen Beobachtungen trauten, als Weise bezeichnet. Und dafür gibts wahrscheinlich einen Grund.
Vertraue Deinem Hausverstand.
Der ist vermutlich intelligenter als Du denkst…
Ich wünsch Dir einen famosen Sommer,
herzlichst,
Anselma
Eines Tages veranstaltete der Teufel einen Flohmarkt vor seinem Haus. All seine Lieblingswerkzeuge wurden feil geboten. Da lagen Neid, Böswilligkeit, Hass und Eifersucht auf dem Tisch, fein säuberlich nebeneinander aufgereiht. Etwas abseits lag sein Lieblings-Werkzeug. Es war stark abgestoßen und voller Gebrauchsspuren. Dieses Werkzeug war sehr effektiv und funktionierte besser als alle anderen. Darauf stand „Mutlosigkeit“.
Die Mutter einer meiner Klavierschüler war nicht zufrieden mit der Leistung ihres Kindes. Sie beschwerte sich, daß ihr Kind nicht genug üben würde und kam zu dem Schluß, das Kind wäre faul. Es bräuchte mehr Zwang. Nun, ich bin jetzt nicht so jemand, der andere zwingen würde. Das bringt nichts. Und schadet dem Kind – und mir selbst auch.
Es gibt zwei Dinge, die wir nicht sehen können. Sind wir ein klein wenig aufmerksamer und beginnen wir, unsere menschliche Natur besser zu verstehen, werden sie sichtbar.
Ein alter Mann und ein Bub waren unterwegs zur Stadt. Zuerst ritt der alte Mann auf dem Esel und der Bub lief daneben her. Als sie in einer Taverne Rast machten, rief der Wirt dem alten Mann empört zu: „Das kann man doch nicht machen, den Bub so weit laufen lassen! Das ist ja unmenschlich!“
– Was zu versemmeln, ist völlig normal.
Eine Kollegin, die ab und zu in unserer Firma aushilft, schrieb, sie wünscht uns ein erfolgreiches Jahr für all die kreativen Projekte. Aber sie mag das Wort Erfolg nicht, sie meint damit Freude, Wertschätzung und eine positive Resonanz.
Die grundlegende europäische Idee, die alle staatlichen Systeme trägt, ist, Unterstützung zu geben. Das war mir nicht bewußt – verstand ich aber schnell, als mein Orchester eine Tournee nach Indien machte. Als Künstler lebten wir in den luxuriösesten Hotels, mit riesigen Zimmerfluchten und Marmorbädern. Niemals zuvor war ich in so derart eleganten Locations untergebracht! Wir fuhren in klimatisierten Bussen durch die Gegend und erlebten all die Annehmlichkeiten, die man sich nur vorstellen kann, wie Blumenkränze für die Damen des Orchesters und Menüs mit 9 Gängen nach dem Konzert.
Nikolaus Maler ist Solofagottist in der Rheinischen Philharmonie Koblenz und unterrichtet als Professor eine Fagottklasse an der Musikhochschule Nürnberg. Sein YouTube Kanal „Fagottmusik“ hat eine große Fangemeinde und er ist bekannt für seine Aufgeschlossenheit Neuem gegenüber. Ihm wurden bereits einige musikalische Werke gewidmet und er setzt sich engagiert und mit Herzblut für junge Nachwuchskünstler ein.
Vor einiger Zeit las ich einen Artikel über einen Unternehmer, der an seine Mitarbeiter T-Shirts mit der Aufschrift TGIM verteilte. Dies ist ein Acronym und steht für „Thank God It’s Monday“, also „Gottseidank, es ist Montag“.


