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Zeit für den Strand

Gutes Neues!! Schöne Zeit in 2021!
Und in 2022 – und gute Zeit überhaupt immer!!

Aber Moment. Was IST überhaupt Zeit?

Zeit ist dieses seltsame Ding, das ganz präzise gemessen wird.
Und gleichzeitig total mysteriös ist.

 

In Wahrheit ist das nämlich so: Die Natur der Zeit entfaltet sich je nachdem, wo wir sind. Also je nach ORT.
Wenn man auf die U-Bahn wartet, ist sie ein Sargnagel.
Am Strand, in einem gestreiften Liegestuhl, fängt sie auf einmal zum Rennen an.

Zeit hat also irgendwas mit Orten zu tun.
Oder so.

Es wird auch versucht, die Zeit zu biegen.
Und mit komplizierten Maschinen durch die Zeit zu reisen.

Aber irgendwie wird das nie was. Diese Teile funktionieren nie so richtig.
Ich vermute, weil bei den Berechnungen der Ort Faktor von Zeit viel zu wenig berücksichtigt wird.
Wahrscheinlich weil sie zu wenig über U-Bahnen und Liegestühle nachgedacht haben.

 

Wir Musik machendes Volk haben dieses kleine technische Problem schon lange gelöst.

Wenn wir drin sind in der Musik, also den Ort betreten, an dem Musik wohnt, dann reisen wir durch Zeit und Raum. Und es ist nicht mal schwierig, kinderleicht.
Mit Beschwingtheit und Anmut hüpfen wir durch die Jahrzehnte und Jahrhunderte, wir bereisen verschiedene Länder, unterschiedliche Höfe und Tanzsäle, Personen und Kulturen.

Wir schaffen das. Wir biegen Raum und Zeit.
Wie machen wir das?
Mit dem Herzen.
Das ist immer, wo die Magie sitzt.

Und wenn wir dann zurückkommen in die Zeit und an den Ort hier, dann warten wir wieder auf U-Bahnen und möchten in Liegestühlen kleben.

 

Alles Liebe, ich wünsch Dir ein fröhliches Jahr,
und einen Ort voller Humor und Zwinkern für Dich selbst,
herzlichst,
Anselma

 

 

Kostenlose Ressourcen und Inspiration rund ums Musikmachen und Erziehen. 

Für Fagottfreaks und andere Tierchen.

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Warum wir tun, was wir tun

Die Zeiten des erzwungenen Masketragens gaben mir unlängst Anlaß, über Masken an sich zu sinnieren. Wir tragen immerzu Masken – auch unsichtbare.
Welchen Zweck haben sie? Wozu dienen sie uns?

Anselma, Du bist so authentisch!“ – das habe ich viele Mal gesagt bekommen. Und ich muß ehrlich zugeben, daß ich nicht genau weiß, was das bedeutet.
Denn jeder trägt Masken, die ganze Zeit. Mich eingeschlossen.

 

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Lernen auf Indianisch

Als ich auf dem Künstlercampus in Banff, Canada war, tagten dort nordamerikanische Ureinwohner, um miteinander ihre Stammestraditionen auszutauschen.
Ich kam mit einer Indianerin, die als Leiterin fungierte, ins Gespräch und freute mich über die Gelegenheit, ihr Wissen anzapfen zu können.
Ich fragte sie, wie wir Menschen am besten lernen.

 

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Zu Recht grantig

Menschen sind witzige Tierchen. Das denke ich zumindest oft, wenn ich mir selbst zusehe.
Wir haben ein paar Grundstimmungen.
Nicht tausend verschiedene. Nur zehn oder vielleicht fünfzehn.

Wir nehmen diese heraus, wie Karten aus, sagen wir, einem Schnapskartenpackerl.

Welche Stimmung erkunden wir heute?
Wir wählen eine von den Karten, wir lassen uns in sie reinkippen, wir leben sie.
Dann schwimmen wir in dieser Emotion.
Zuweilen fragen wir uns: „Warum zum Teufel fühl ich mich jetzt nur so??“

 

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Kisten voller Weisheit

Wie kleine Cargo Boxen, wie kleine Pakete. So sieht all das Zeug aus, das wir lernen.
Die großen und kleinen Lektionen, die leichten und die schwierigen.
All unsere Kisten sind prall voll mit wertvollen Erfahrungen.

In einer Sorte Kisten sind die Werte drin, die uns unsere Familie mitgibt.
In einer anderen sind Dinge verpackt, die uns Lehrer beigebracht haben und Menschen, die wir bewundern.

Wiederum andere Kisten enthalten all das, was wir auf eigene Faust herausgefunden haben. Lektionen, die wir durch unsere Fehler gelernt haben.
Das ist Weisheit, die man durch Versagen erlangt.

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Bescheidenheit ist keine Zier

Als Ikarus Kreta verlassen wollte, dachte er, ha, ich nehm den Luftweg. Er stiefelte in seine Werkstatt und bastelte sich ein paar Flügel zusammen.
Sein Vater betrachtete, was der Sohn da tat und er warnte ihn vor zwei Dingen.

Er warnte den Sohn davor, faul zu werden. Fliegen wäre bald sehr bequem und er würde gar nicht mehr zu Fuß laufen.
Und er warnte ihn vor Hybris, der Selbstüberschätzung. Ikarus würde sein Ego mit seiner Erfindung aufpolieren und dumme Dinge tun.

 

 

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Brücken und Tunnels

Im Portrait eines Brückenbauers stand, daß es kostenintensiver ist, Tunnel zu graben als Brücken zu bauen.
Beides, Brücken und Tunnel, helfen Menschen von A nach B zu kommen.
Brücken sind weithin sichtbar, Tunnel fast gar nicht.

Die Brücken zeigen der Gesellschaft: Wir machen was! Schaut alle her, diese Brücke war eine große Investition! Hier gibts was zu staunen und zu bewundern!

Tunnels sind genauso hilfreich – ziehen aber kaum Aufmerksamkeit auf sich.

Mein Mann und ich besuchten im Sommer die Semmering Bahn. Diese wurde ca. 1850 erbaut und verband die österreichische Hauptstadt mit der Adria über den Alpenkamm hinweg, sie war die erste Gebirgsbahn.

Die Semmering Bahn besteht aus Brücken und Tunnels. Was sie zur teuersten Unternehmung der damaligen Zeit machte, waren die Tunnels, nicht die architektonisch interessanten Brücken, die wir heute bestaunen.

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Gefährlicher Osterhase

Ja ich weiß, ich bin bissl spät dran, Ostern ist schon vorbei.
Dieses Tierchen fiel mir trotzdem vor Kurzem ein. Es kann uns einiges lehren…

Als Kind dachte ich angestrengt drüber nach, wie der Osterhase das macht.
Wie bringt er die Eier?
Wie trägt er dieses Zeugs?
Wie schleppt er die Spielsachen und Schokolade von da nach dort?

Hat er einen Rucksack? Oder ein Wagerl?
Er hat doch zum Kuckuck nicht mal Hände!?!?

 

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Kleiner Eichbaum

In unsicheren Zeiten tendieren wir dazu, uns Sorgen zu machen. Wir sorgen uns um die Zukunft und wie alles weitergeht. Wir sorgen uns, wie und was andere entscheiden werden. Wir sorgen uns um die Finanzen und wir versuchen uns vor Schaden, der uns möglicherweise treffen könnte, zu schützen, wenn Dinge unerwartet schief laufen.

Welche Schätze bringt es, wenn wir uns Sorgen machen?
Da ich Weltmeister im Sorgenmachen bin, hatte ich immer viel Anlass, über diese Frage zu meditieren. Welche Schätze bringt es, wenn ich mir Sorgen mache?

Als Antwort fielen mir zwei Dinge ein:
1.) Ich trainiere meine Fantasie – weil ich Geister sehe, wo gar keine sind :o)
2.) Ich erstelle einen Horrorfilm in meinem Kopf und versuche, mit dem gerade geschöpften Horrorfilm umzugehen.

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