Eine Kollegin, die ab und zu in unserer Firma aushilft, schrieb, sie wünscht uns ein erfolgreiches Jahr für all die kreativen Projekte. Aber sie mag das Wort Erfolg nicht, sie meint damit Freude, Wertschätzung und eine positive Resonanz.
Wie schön ist es, Erfolgswünsche fürs neue Jahr zu bekommen! Ich hab mich gefreut! Gleichzeitig war ich erstaunt, wie schnell sie abschwächte und sich um das Wort Erfolg drumrumschlängelte.
Ich kann das gut aushalten. Ich mag dieses Wort, ich mag seine Bedeutung.
Es geht drum festzulegen, was Erfolg für einen bedeutet. Für einen ganz persönlich.
Machen wir das nicht, schlittern wir leicht in eine Sackgasse und hören damit auf, uns für das einzusetzen, was uns selbst wichtig ist. Und somit schneiden wir uns den Weg zu einem erfüllenden Lebenspfad ab.
Wie kommt es dazu, beim Wort Erfolg defensiv zu werden?
Vergleich mit anderen.
Schon früh bringt uns die Schule bei, wir wären vergleichbar. Wir alle füllen den selben Test aus, also gibts eine Meßlatte, die gilt. – Tja. Das ist ein Fehlschluß.
Wir sind vergleichbar darin, wie gut wir dies und das memorieren. Die Gedächtnisleistung ist vergleichbar. Nicht aber unser Menschsein.
Horch: Du bist in Wahrheit NIEMALS vergleichbar. Du bist absolut einmalig, ein absolut einmaliger Mensch. Und das wirst Du auch immer bleiben.
Gelähmt durch Fehler.
Wir alle machen Dinge falsch. Und das immerzu. Es gibt nicht einen Menschen, der alles richtig machen würde. Nicht einen einzigen! Fehler sind kein Problem, außer man macht sie zum Problem. Ich seh das so, es gibt immer nur zwei Optionen:
1 – Du machsts richtig. Oder
2 – Du lernst was.
Versagen ist keine Endstation. Wenn was schief geht, die Sachlage analysieren und korrigieren, wos nur möglich ist. Offen auf Leute zugehen und beherzt sagen, daß mans versemmelt hat. – Macht ja nix!
„Das bin nur ich“.
Eine Freundin hat die Angewohnheit, mich anzurufen und zu sagen: „Hallo, das bin nur ich.“ Jedesmal muß ich dadrauf lachen. Was heißt hier NUR?? Dich gibts nur ein einziges Mal in den Weiten und Tiefen des schwarzen Universums rundherum. Wie cool ist das bitte? Und was wäre daran klein oder unbedeutend?? Gern denken wir: „Die anderen schaffen so viel. Sie erreichen so tolle Dinge. Sie können das – ich nicht. Ich kann nichts.“
Das ist Quatsch. Schau, was Du jeden Tag schaffst, immerzu. Schau, wie beherzt Du das Leben angehst, schau, wie sehr Du Dich bemühst. Und schau, wo Du heute stehst. Cool, was?
Ich wünsch Dir dezidiert ein erfolgreiches 2026, ohne Wenn und Aber.
Und ich wünsch Dir, daß Du siehst, wie erfolgreich Du immerzu bist, die ganze Zeit! 😉
Herzlichst,
Anselma
Die grundlegende europäische Idee, die alle staatlichen Systeme trägt, ist, Unterstützung zu geben. Das war mir nicht bewußt – verstand ich aber schnell, als mein Orchester eine Tournee nach Indien machte. Als Künstler lebten wir in den luxuriösesten Hotels, mit riesigen Zimmerfluchten und Marmorbädern. Niemals zuvor war ich in so derart eleganten Locations untergebracht! Wir fuhren in klimatisierten Bussen durch die Gegend und erlebten all die Annehmlichkeiten, die man sich nur vorstellen kann, wie Blumenkränze für die Damen des Orchesters und Menüs mit 9 Gängen nach dem Konzert.
Nikolaus Maler ist Solofagottist in der Rheinischen Philharmonie Koblenz und unterrichtet als Professor eine Fagottklasse an der Musikhochschule Nürnberg. Sein YouTube Kanal „Fagottmusik“ hat eine große Fangemeinde und er ist bekannt für seine Aufgeschlossenheit Neuem gegenüber. Ihm wurden bereits einige musikalische Werke gewidmet und er setzt sich engagiert und mit Herzblut für junge Nachwuchskünstler ein.
Vor einiger Zeit las ich einen Artikel über einen Unternehmer, der an seine Mitarbeiter T-Shirts mit der Aufschrift TGIM verteilte. Dies ist ein Acronym und steht für „Thank God It’s Monday“, also „Gottseidank, es ist Montag“.
Dag Jensen ist ein weltbekannter, einzigartiger Fagott-Virtuose. In Norwegen geboren, war er erst Orchestermusiker, gewann zweimalig den ARD Wettbewerb und avancierte dann rasch zum gefeierten Kammermusiker und Solisten, der mit namhaften großen Orchestern und hochkarätigen Dirigenten konzertierte. Durch seine zahlreichen wundervollen CD-Aufnahmen inspiriert er die Fagottwelt und stellt auch neues, weniger bekanntes Repertoire in den Fokus. Dag Jensen prägt nicht nur durch sein einzigartiges Schaffen neue Standards sondern auch als Fagott-Professor an der Academy of Music Oslo und an der Musikhochschule München.
Der Herbst kommt und mit ihm eröffnen sich neue Möglichkeiten. Wie wird das werden?
Als Teenager wurde ich einer eleganten Lady vorgestellt, die ich für ihre Klugheit schätzte und bewunderte. Sie wurde meine Mentorin, ein großes Privileg, für das ich bis heute dankbar bin. Ich suchte mir immer Leute, die ich als Helden ansah und bemühte mich, von ihnen zu lernen. Statt Krimis las ich Biographien. Ich wollte verstehen, wie es Leuten gelang, herausragende Persönlichkeiten zu werden, indem sie die Schwierigkeiten ihres Lebens meisterten.
Als ich Studentin war, leitete ein Paukist ein Probespieltraining. Geduldig hörte er dem teilnehmenden Fagottclan zu, wie wir unsere Mozarts und ein paar Orchesterstellen runterschnurrten und sagte dann etwas nachdenklich:
Manchmal ziehen wir falsche Schlüsse.
Was wird aufstrebenden jungen Ingenieurs-Unternehmern an der Stanford Universität als Grundlage geschäftlichen Erfolgs gelehrt?

