Als Ikarus Kreta verlassen wollte, dachte er, ha, ich nehm den Luftweg. Er stiefelte in seine Werkstatt und bastelte sich ein paar Flügel zusammen.
Sein Vater betrachtete, was der Sohn da tat und er warnte ihn vor zwei Dingen.
Er warnte den Sohn davor, faul zu werden. Fliegen wäre bald sehr bequem und er würde gar nicht mehr zu Fuß laufen.
Und er warnte ihn vor Hybris, der Selbstüberschätzung. Ikarus würde sein Ego mit seiner Erfindung aufpolieren und dumme Dinge tun.
Im Portrait eines Brückenbauers stand, daß es kostenintensiver ist, Tunnel zu graben als Brücken zu bauen.
Ja ich weiß, ich bin bissl spät dran, Ostern ist schon vorbei.
In unsicheren Zeiten tendieren wir dazu, uns Sorgen zu machen. Wir sorgen uns um die Zukunft und wie alles weitergeht. Wir sorgen uns, wie und was andere entscheiden werden. Wir sorgen uns um die Finanzen und wir versuchen uns vor Schaden, der uns möglicherweise treffen könnte, zu schützen, wenn Dinge unerwartet schief laufen.
Was meinst Du: Wer wird es weiter bringen – der Realist oder der Optimist?
Wir konkurrieren – mit allem.
Kürzlich las ich einen Artikel über eine ältere Dame namens Ruth Knelman. Sie ist 109 Jahre alt. Sie ist super gesund, lebt in ihrer eigenen Wohnung und erledigt die Hausarbeit, z.B. Kochen selbst. Das Interview zeigte, wie quirlig und feinsinnig die alte Dame ist.
Unsere moderne Zeit verspricht uns viel, Life-Hack hier, Abkürzung da, mehr Bequemlichkeit, alles geht leichter, schneller und billiger, jeden Tag.
Ich muß immer noch schmunzeln, wie ich mich angestellt habe, als ich meine ersten Lehrversuche gestartet habe. Voller Begeisterung gings los – und nach 22 Sekunden kam das Kopfkratzen, ratlos sein und sich denken: „Au Mann, wieviel Geduld muß man DA bitte haben!?“
Was ich hundert Mal – oder öfter – gehört habe: „Schlag bloß keine Wellen, find Dich damit ab, wie die Dinge sind, Du kannst Menschen und das System nicht ändern.“


