Marianne schrieb mir: „Anselma, was würdest du mit einer Schülerin machen, die nach 5 Jahren Klavierunterricht aufhören will, weil ihr alles zu viel wird, besonders auch die Schule und vielleicht ihre ehrgeizige Mutter.
Diese möchte, dass ihre Tochter vor der Abmeldung noch eine Prüfung macht. Leider übt das Mädchen gar nicht mehr und sie müsste aus 4 Epochen je ein Stück spielen. Sie kämpft immer noch mit dem Zusammenspiel beider Hände und an Musizieren ist noch lange nicht zu denken. Irgendwie bin ich mit meinem Latein am Ende.
Vielleicht hast du eine gute Idee, wie ich sie noch motivieren könnte…?“
Danke für diese interessante Frage und ich glaube, jeder Musiklehrer hat schon eine vergleichbare Situation erlebt!>>
Vor einiger Zeit waren mein Mann und ich in einem schönen österreichischen Thermenort. Als wir den Rückweg antraten, gingen wir zum Bahnhof und versuchten zu erkunden, wann der nächste Zug ging, der uns nach Hause bringen sollte.
Jeder von uns hat einen Schatz in sich. Wir können ihn nicht sehen, deswegen vergessen wir manchmal, daß er da ist. Aber er macht uns aus – auch wenn wir ihn nicht direkt anschauen können.
Als ich vor vielen Jahren die Unibank drückte, wurden wir gelehrt, daß die beste Art, Kindern etwas beizubringen, die konstruktive Kritik wäre.
Was ist wichtiger: was ist, oder was sein sollte?
Vor Kurzem hatte ich die Gelegenheit, etwas darüber in Erfahrung zu bringen, wie man mit Leuten umgeht, die einen stressen.
Von dem amerikanischen Ökonom Peter Drucker stammt das schöne Zitat:
Es gibt die Standard-Version und es gibt die Luxus-Ausführung.
Hier ist die nackte Wahrheit: Unterrichten ist sauschwer!
Man sagt: „Wer einmal Fahrrad fahren gelernt hat, kann es sein ganzes Leben.“


