– Was zu versemmeln, ist völlig normal.
– Du bist nicht so wichtig, wie Du glaubst.
– Ignoriere die Fehler der anderen. Machs selber richtig.
– Antworte in Lösungen, nicht indem Du auf Problemen rumreitest.
– Hacks sind nicht der beste Weg. Sondern die anstrengende Fußarbeit zu machen.
– Dreh dem, was nicht hinhaut, den Rücken zu.
– Nimm anderen den Streß. Sag ihnen, keine Sorge, wir kriegen das hin – und hilf.
– Schau drauf, daß Deine Taten zu Deinen Worten passen.
– Großzügigkeit macht Dich schön, Geiz das Gegenteil.
– Denk nicht, Du wüßtest, wie andere leben sollen. Du weißt es nicht.
– Pannen sind Teil des Lebens, keine große Katastrophe.
– Kritisiere Vorgänge, nicht Menschen.
– Liefere, was Du versprochen hast. Bring, was Du zugesagt hast.
– Erinner Dich dran, andere stehen unter Druck. Nimm ihnen den Druck.
– Verlasse den Raum sauberer als Du ihn vorgefunden hast.
– Halt nicht nach Applaus Ausschau, sondern nach Integrität.
– Es geht nicht um Dich. Es geht um das, was das Leben Dich lehrt.
– Sei verbindlich. Rumschwächeln is nich.
– Du weißt nie, warum andere tun, was sie tun. Konzentrier Dich auf Dich selbst.
– Vergiß chefig sein. Sammel die Schnipsel selbst vom Boden auf und entsorg sie.
– Widerstehe dem Drang wegzuschauen, wenns um Dich selber geht.
Wie würden Deine Post-its für Dich heute aussehen?
Herzlichst,
Anselma
Eine Kollegin, die ab und zu in unserer Firma aushilft, schrieb, sie wünscht uns ein erfolgreiches Jahr für all die kreativen Projekte. Aber sie mag das Wort Erfolg nicht, sie meint damit Freude, Wertschätzung und eine positive Resonanz.
Die grundlegende europäische Idee, die alle staatlichen Systeme trägt, ist, Unterstützung zu geben. Das war mir nicht bewußt – verstand ich aber schnell, als mein Orchester eine Tournee nach Indien machte. Als Künstler lebten wir in den luxuriösesten Hotels, mit riesigen Zimmerfluchten und Marmorbädern. Niemals zuvor war ich in so derart eleganten Locations untergebracht! Wir fuhren in klimatisierten Bussen durch die Gegend und erlebten all die Annehmlichkeiten, die man sich nur vorstellen kann, wie Blumenkränze für die Damen des Orchesters und Menüs mit 9 Gängen nach dem Konzert.
Nikolaus Maler ist Solofagottist in der Rheinischen Philharmonie Koblenz und unterrichtet als Professor eine Fagottklasse an der Musikhochschule Nürnberg. Sein YouTube Kanal „Fagottmusik“ hat eine große Fangemeinde und er ist bekannt für seine Aufgeschlossenheit Neuem gegenüber. Ihm wurden bereits einige musikalische Werke gewidmet und er setzt sich engagiert und mit Herzblut für junge Nachwuchskünstler ein.
Vor einiger Zeit las ich einen Artikel über einen Unternehmer, der an seine Mitarbeiter T-Shirts mit der Aufschrift TGIM verteilte. Dies ist ein Acronym und steht für „Thank God It’s Monday“, also „Gottseidank, es ist Montag“.
Dag Jensen ist ein weltbekannter, einzigartiger Fagott-Virtuose. In Norwegen geboren, war er erst Orchestermusiker, gewann zweimalig den ARD Wettbewerb und avancierte dann rasch zum gefeierten Kammermusiker und Solisten, der mit namhaften großen Orchestern und hochkarätigen Dirigenten konzertierte. Durch seine zahlreichen wundervollen CD-Aufnahmen inspiriert er die Fagottwelt und stellt auch neues, weniger bekanntes Repertoire in den Fokus. Dag Jensen prägt nicht nur durch sein einzigartiges Schaffen neue Standards sondern auch als Fagott-Professor an der Academy of Music Oslo und an der Musikhochschule München.
Der Herbst kommt und mit ihm eröffnen sich neue Möglichkeiten. Wie wird das werden?
Als Teenager wurde ich einer eleganten Lady vorgestellt, die ich für ihre Klugheit schätzte und bewunderte. Sie wurde meine Mentorin, ein großes Privileg, für das ich bis heute dankbar bin. Ich suchte mir immer Leute, die ich als Helden ansah und bemühte mich, von ihnen zu lernen. Statt Krimis las ich Biographien. Ich wollte verstehen, wie es Leuten gelang, herausragende Persönlichkeiten zu werden, indem sie die Schwierigkeiten ihres Lebens meisterten.
Als ich Studentin war, leitete ein Paukist ein Probespieltraining. Geduldig hörte er dem teilnehmenden Fagottclan zu, wie wir unsere Mozarts und ein paar Orchesterstellen runterschnurrten und sagte dann etwas nachdenklich:
Manchmal ziehen wir falsche Schlüsse.

