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Lächeln ist unbezahlbar

Es gibt die Standard-Version und es gibt die Luxus-Ausführung.
Manchmal gibt es die Standard-Variante, die billige Kopie (wenn man in China ist, findet man diese sogar direkt im nächsten Schaufenster!) und die Luxus-Ausführung von dem selben Ding.
Ist bei Taschen so, oder bei Schuhen. Oder bei Schals mit charakteristischem Muster oder bei Stiefeln in häßlichen Farben, z.B. gelb.

Zuerst haben wir den Bedarf. Ist der gedeckt, streben wir nach einer edleren Variante und liebäugeln mit teureren Versionen.
Können wir uns die nicht leisten, kaufen wir vielleicht den billigen Abklatsch, denn der ist fast so wie das Luxusobjekt der Begierde.

Dieses Prinzip finden wir überall, egal, wofür unser Herz gerade schlägt:
Bedürfnis zuerst, Luxus später.

Diese Entwicklung findet sich z.B. beim Fagottspielen.
Zum Anfangen freuen wir uns über einen verstimmten Gartenschlauch. Hauptsache es spielt , macht ja nix, daß das Teil wie der Nachbarhund bei Vollmond klingt.

Je mehr wir spielen, desto mehr spitzen wir die Ohren und desto höher steigen die Ansprüche. Wir beginnen zu sparen und die Urstrumpfoma anzubenzen, so lange bis wir uns ein teures Fagott leisten können.

 

Seltsamerweise scheint das mit immateriellen Dingen genau umgekehrt zu sein.
Der Luxus eines echten Lächelns, das von Herzen kommt und Wärme und Freundlichkeit ausstrahlt ist, was wir zuerst brauchen.
Luxuriöse menschliche Qualitäten sind tatsächlich das erste Bedürfnis.
Menschlichen Luxus brauchen wir für den Anfang.

Je jünger wir sind, je kürzer unsere Lebensreise erst gedauert hat, desto mehr bedürfen wir der Luxus-Variante menschlichen Verhaltens.

Ein kleines Kind, das seine ersten Schritte macht, braucht mehr freundliche Worte, mehr Geduld, mehr Wohlwollen und mehr Freundlichkeit als wir, die Antik-Variante ;o)
Das Kind bedarf der Luxus-Edition an Menschlichkeit – nicht nur die Standard-Höflichkeit.
(Und wenn’s ums Charakterliche geht: vergiß den billigen fake Abklatsch…)

Ich weiß, das ist nicht ganz fair.
Ich hab mir das nicht ausgedacht.
Sich das immer wieder zu vergegenwärtigen, ist eine gute Gewohnheit.
Speziell, wenn man 5 Jährige unterrichtet…

 

Was sind Deine Luxus-Qualitäten als Mensch?
Lebst Du sie voll – oder wartest Du noch bis… ?

Herzlichst,
Anselma

 

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